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Detektiv Simon Brenner: ein witziger Loser-Typ, wurschtelt sich immer irgendwie durch und löst dann doch die skurrilsten Fälle. Ein Durchschnittsmann in der Midlife Crisis – das ist genau der richtige, liebenswürdige Loser am richtigen Platz findet Jakob Reifenberger aus dem SWR3-Team.

Der Brenner ist so ein bisschen wie ein hochtalentierter Fußballer, der sich aber immer unter Wert verkauft, weil er so schlurfig ist. Quasi ein Anti-Ronaldo. Dafür sarkastisch, staubtrocken, irre Beobachtungsgabe. Und was er so beobachtet, das kommt immer sehr plötzlich. So ganz beiläufig wird jemand erschossen: „Bevor der Brenner und die Evita auch nur Zeit zum Erschrecken gehabt hätten, hat der Schmalzl abgedrückt. So wie vielleicht ein Kind mit einer Wasserpistole einen Hund anspritzt, nur hat er sie eben nicht angespritzt, sondern, also … man muss schon fast sagen: durchsiebt!“

Hingeworfene Gedanken, keine Schriftsprache

Das ist so der Dauerzustand bei den Brenner-Krimis. Ein Cliffhanger nach dem anderen: „Er hätte der Welt ein Bein ausreißen können. Später ist es dann umgekehrt gekommen, und die Welt hat ausgerechnet dem Brenner das halbe Bein ausgerissen.“

Und dazwischen: sein Loser-Privatleben. Die Verlobte hat ihn vor vielen Jahren verlassen. Im Polizei-Dienst ist er auch nicht mehr, seitdem Detektiv. Egal, er nimmt es, wie es kommt, auch die Sprache. Das ist keine Schriftsprache. Der Brenner wirft uns einfach hin, was er so denkt. Zum Beispiel über einen unseriösen Rotlicht-Boss: „sagen wir einmal so: Ausbildung in Hamburg genossen“.

Sprunghaft und unplanbar, so ist der Brenner und so sind auch seine Fälle, in die er immer so irgendwie hineinzustolpern scheint. Und wir stolpern mit, mit diesem passenden ersten Satz, mit dem fast alle Brenner-Bücher beginnen: „Jetzt ist schon wieder was passiert.“

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