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In ganz Frankreich sind mehrere Tausend Menschen bei einem Marsch für einen Busfahrer auf die Straße gegangen. Der war bei einem Angriff von Fahrgästen lebensgefährlich verletzt worden.

Der Übergriff auf einen Busfahrer im Südwesten Frankreichs sorgt in unserem Nachbarland weiter für Entsetzen. Mehrere Tausend Menschen haben am Abend an einem Marsch für den Busfahrer teilgenommen.

In Bayonne, im Südwesten des Landes, versammelten sich rund 6.000 Teilnehmer — in dieser Stadt geschah der Angriff. In Paris, Straßburg, Bordeaux und weiteren Städten stoppten laut Medienberichten die Busse für eine Schweigeminute.

Busfahrer in Frankreich von Fahrgästen angegriffen

Der Busfahrer war am Sonntagabend von Fahrgästen angegriffen worden, nachdem er sie an einer Haltestelle zurückgewiesen hatte.

Diese wollten trotz Maskenpflicht ohne Schutzmasken und gültige Fahrscheine in den Bus einsteigen. Ein Mann schlug den Busfahrer Berichten zufolge daraufhin von hinten heftig auf den Kopf. Der Busfahrer kam mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus.

Hier liegt die Stadt Bayonne im Südwesten Frankreichs:

Hirntod — aber das Herz schlägt noch

Sie könne nicht sagen, dass es ihrem Mann besser gehe, aber es gebe ein wenig Hoffnung, sagte die Frau des verletzten Busfahrers dem französischen Fernsehsender BFMTV. Er sei hirntot, aber sein Herz schlage noch.

Angriff auf Busfahrer in Bayonne: Vier Festnahmen

Die Nachrichtenagentur AFP berichtet, dass vier Tatverdächtige festgenommen worden seien und beruft sich dabei auf die Staatsanwaltschaft von Bayonne. Gegen zwei von ihnen werde wegen versuchten Totschlags ermittelt, gegen die zwei weiteren Verdächtigen wegen unterlassener Hilfeleistung.

Als Reaktion auf den Angriff auf ihren Kollegen traten bereits am Montag zahlreiche Fahrer in Bayonne im französischen Baskenland spontan in Streik. Sie machten von ihrem Recht Gebrauch, wegen hoher psychischer Belastung ihre Arbeit zeitweise niederzulegen.

Corona: Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln

In Frankreich gilt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln in der Corona-Pandemie eine Maskenpflicht. Vielerorts müssen Fahrgäste ihre Tickets zudem vorab am Automaten kaufen.

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