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Nachdem zwei Männer in Norditalien von einem Bären angegriffen wurden, herrscht große Sorge in der Region. Jetzt wird diskutiert, ob das Tier getötet werden soll. Doch nicht nur Tierschützer sind dagegen.

In der Provinz Trentino ist ein Streit um das weitere Schicksal des Bären entbrannt, der einen Vater und seinen Sohn angegriffen hat. Die Behörden wollen anordnen lassen, dass das Tier getötet wird. Umweltschützer kündigten allerdings bereits an, dass sie gegen eine solche Verordnung gerichtlich vorgehen wollen.

Und noch jemand ist gegen die Tötung des Bären: Die zwei Männer, die von ihm angegriffen wurden. Vater und Sohn wollen, dass der Bär weiterleben darf.

Sowohl mein Vater als auch ich sind gegen die Tötung, weil wir den Berg und die Tiere, die dort leben, respektieren.

Der Sohn zur Zeitung „Corriere della Sera“

Wie kam es zu dem Bärenangriff in Italien?

Der 28-jährige Mann war kürzlich mit seinem Vater am Monte Peller unterwegs gewesen, als ein Bär auftauchte. Als die beiden in der Dämmerung kurz vor Ende ihrer Wanderung waren, kam es zu der unheilvollen Begegnung: Recht plötzlich ist nach Berichten der Polizei ein Braunbär vor ihnen aufgetaucht.

„Nase an Nase“ mit dem Bären

Der Sohn habe ihm „Nase an Nase“ gegenübergestanden. Die Reaktion ist verständlich: Der Sohn wich erschrocken zurück und fiel dabei hin. Was der Bär danach genau gemacht hat, geht aus den Berichten nicht hervor. Am Ende habe er jedenfalls über dem jungen Mann gelegen.

Jetzt schlug die Stunde des furchtlosen Vaters: Der 59-Jährige stürzte sich unerschrocken auf das riesige Tier, um seinem Sohn zu helfen.

Fleischwunden und Knochenbrüche

Es muss dann zu einem Kampf gekommen sein: Der 59-Jährige erlitt Knochenbrüche in einem Bein und tiefe Fleischwunden. Der Sohn kam indessen mit oberflächlichen Verletzungen davon. Beide kamen anschließend ins Krankenhaus.

Der Bär ist flüchtig

Der Bär ist seit dem Vorfall nicht mehr aufgetaucht. Daher weiß man auch nicht, ob es ein Männchen ist oder ein Weibchen, das möglicherweise seine Jungen verteidigen wollte.

In Trentino-Südtirol leben mehrere Dutzend Braunbären in freier Wildbahn. Manchmal dringen sie in Wohngebiete ein und attackieren Nutztiere. Im Rahmen eines von der EU geförderten Projekts war im Jahr 1999 ein Dutzend Bären aus Slowenien in die Region gebracht und ausgesetzt worden.

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