SWR3 Kurzmeldungen

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19. Februar 2018

Bundeswehr-Tornados können nicht fliegen

Die Tornados der Luftwaffenbasis Jagel in Schleswig-Holstein müssen wegen eines Betankungsfehlers am Boden bleiben. Offenbar wurde dem Kerosin zu viel Biodiesel beigemischt. Jetzt müssen alle Tanks der Flugzeuge gespült werden. Die Kampfjets können deshalb schon seit eine Woche nicht starten, berichtet die Zeitung "Schleswiger Nachrichten". Ebenfalls heute wurde bekannt, dass die Bundeswehr nicht genügend für mögliche Einsätze bei der schnellen Eingreiftruppe der Nato vorbereitet ist. So fehlen nach einem Medienbericht etwa 80 Prozent der nötigen Zelte und Winterbekleidung.

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19. Februar 2018

Israel greift erneut Ziel in Gaza an

Als Reaktion auf einen Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat die israelische Luftwaffe dort erneut ein Ziel angegriffen. Dabei habe es sich um eine Untergrundeinrichtung gehandelt, teilte die Armee mit. Schon in der Nacht zum Sonntag hatte Israel als Reaktion auf einen Bombenanschlag mit vier Toten Einrichtungen der Hamas angegriffen. Dabei waren zwei palästinensische Jugendliche getötet worden. Die Angriffe gehörten zu den schwersten seit dem Gaza-Krieg 2014.

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19. Februar 2018

SPD verschickt Wahlunterlagen

Mit dem Versand von hunderttausenden Wahlunterlagen startet bei der SPD die Abstimmung über die Große Koalition. Von morgen bis Freitag nächster Woche können die SPD-Mitglieder über eine erneute Regierung aus Union und SPD abstimmen. Die SPD-Spitze um Andrea Nahles rechnet mit Zustimmung. Viele Mitglieder hätten Angst vor einem Chaos, wenn es zu Neuwahlen kommen würde, so Nahles. Gegen eine neue GroKo sind viele Mitglieder der Jusos: Deren Vorsitzender Kevin Kühnert sagte im Ersten, ein Nein zu diesem Koalitionsvertrag bedeute ein Ja zu einer anderen Politik. Die Umfragewerte der SPD lagen im jüngsten ARD-Deutschlandtrend bei nur noch 16 Prozent.

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19. Februar 2018

Bahn muss 11 Mio Euro-Strafe ans Land zahlen

Wegen schlechter Leistungen im Nahverkehr muss die Bahn eine Rekordstrafe an das Land Baden-Württemberg zahlen. Die 11 Millionen Euro seien der höchste Wert, der im Land je gegen ein Verkehrsunternehmen verhängt worden sei, heißt es aus dem zuständigen Ministerium. Mit dem Geld sollten nun die unbefriedigenden Zustände verbessert werden, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann. Der Fahrgastrat habe seit Oktober 2016 viele Zugausfälle und anhaltende Verspätungen registriert – damals waren mehrere Verträge zum Betrieb des Nahverkehrs in Baden-Württemberg ausgelaufen. Brennpunkte sind demnach die Frankenbahn, die Bodenseegürtelbahn und die Filstalbahn.

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19. Februar 2018

Merkel schlägt neuen Generalsekretär vor

Nach dem Rückzug von CDU-Generalsekretär Peter Tauber will Parteichefin Angela Merkel heute einen Nachfolger benennen. Sie spricht am Vormittag mit dem CDU-Vorstand und dem Präsidium. Wen Merkel für den Posten vorschlagen wird, ist noch unklar. Tauber leidet seit Monaten an einer schweren Darmerkrankung und war deswegen auch nicht bei den Koalitionsgesprächen mit der SPD dabei. Mit seinem vorzeitigen Rückzug wolle er den Weg dafür frei machen, dass schon auf dem CDU-Parteitag nächste Woche ein Nachfolger gewählt werden könne, sagte er zur Begründung. Tauber ist in der Partei seit längerem umstritten. Kritiker werfen ihm unter anderem Fehler im Wahlkampf vor.

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19. Februar 2018

US-Schüler wollen schärfere Waffengesetze

Nach dem Amoklauf an einer Schule in Florida, bei dem am Mittwoch 17 Menschen starben, wollen sich US-Schüler für schärfere Waffengesetze einsetzen. Am Mittwoch wollen sie sich mit US-Präsident Donald Trump treffen. Für Ende März ist eine Demo in Washington geplant. Ihr Protest richtet sich vor allem gegen die Waffenlobby-Organisation NRA. Wer deren Spendengelder annehme, sei für solche Amokläufe verantwortlich, sagen die Schüler.

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19. Februar 2018

Dopingverdacht gegen russischen Curler

Bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea gibt es möglicherweise einen Dopingfall im russischen Team. Russische Medien berichten, dass dem Curling-Spieler Alexander Kruschelnizki in seiner ersten Dopingprobe die verbotene Substanz Meldonium nachgewiesen wurde - die B-Probe soll heute geöffnet werden. Kuschelnizki hatte mit seinem Team Bronze gewonnen. Sollte sich der Fall bestätigen, könnte Russland von der Schlussfeier der Spiele ausgeschlossen bleiben. Wegen systematischen Dopings ist Russland momentan offiziell von den Spielen suspendiert, ausgewählte Sportler dürfen unter neutraler Flagge antreten. Halten sie sich jedoch an einen festgelegten Verhaltenskodex, will das IOC die Teilnahme Russlands an der Schlussfeier prüfen.